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    Klettergurt – Typ

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    Kaufberatung

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    Klettergurt & Brustgurt - Klettergurte Online Shop

    Der Klettergurt, oft auch als Anseilgurt oder Auffanggurt bezeichnet, besteht genau genommen aus zwei grundlegenden Einzelteilen: dem Brust- und dem Hüftgurt. An diesen beiden Komponenten kann der Kletterer nach dem Anlegen seines Gurtzeuges eine sichernde Verbindung zum Seil herstellen. Damit soll der unbegrenzte freie Fall bis auf das Bodenniveau abgefangen werden, um lebensgefährdende Verletzungen wirkungsvoll zu verhindern.

    Auswahl des optimalen Klettergurts – Kriterien für Individualisten

    Klettergurt Jeder Mensch ist individuell unterschiedlich. Als besonders auffällig auf den Betrachter erweist sich meist das individuelle Kälte- und Wärmeempfinden und der Körperbau einer Person. Doch können die physiologischen und anatomischen Besonderheiten für die individuelle und bestmögliche Auswahl eines Klettergurtes von ausschlaggebender Bedeutung sein. Trotz wechselnder und sehr unterschiedlicher Textilschichten muss das Tragegurtsystem stets fest mit dem Körper verbunden sein. Die gedankliche Vorstellung, Kleidungsstücke samt Gurtsystem während des Kletterns zu verlieren, soll lediglich der Sensibilisierung für diesen wichtigen Gegenstand des Sicherungssystems dienen. Das bildhafte Eindenken in die Materie und die anschließende Auswahl eines Tragegurtes nach rationalen Kriterien kann so erleichtert werden. Aspekte, die bei der Wahl eines Tragegurtsystems, bestehend aus einem Hüft- und einem Brustgurt, beachtet werden sollten:
    • Art des Kletterns (Hochtouren, Sport, Bergung, Beruf)
    • Kräfteverteilung (Optimierung des Tragekomforts)
    • Materialeigenschaften (Stabilität und Verschleißfestigkeit)
    • Funktionalität (Optional in besonderen Lagen, für den persönlichen Bedarf)

    Aufbau des Klettergurts

    Der Klettergurt besteht aus Schlingen, die mindestens den Bein- und Hüftbereich fest umschließen. So ist für den notwendigen Halt am Seil gesorgt, wenn der Kontakt zum Kletteruntergrund zeitweise verloren geht. Zumindest kann so dem freien Fall bis auf Bodenniveau zuverlässig Einhalt geboten werden. Neben dem eigentlichen Sicherheitsaspekt des Gurtzeugs sollte auch der Tragekomfort hinterfragt werden. Für die Sicherheit und den Tragekomfort bei einem Klettergurt ist die Kräfteverteilung während des Abfangens eines Sturzes von ausschlaggebender Bedeutung. Je nach Art und Hintergrund des Kletterns ergeben sich unterschiedliche Aspekte bei der näheren Betrachtung. Gut angepasste Klettergürtel fangen nicht nur einen Sturz ab, sondern verteilen die einwirkenden Kräfte auf andere Körperregionen und -teile, die den auftretenden Belastungen widerstehen können. Je gleichmäßiger die Verteilung der Druck- und Zugkräfte über den Körper und das Equipment erfolgt, desto geringer sind die Belastungen. Diese können in einer Notlage zu gravierenden Schäden am Material und zu ernsthaften Verletzungen am Körper des Kletterers führen. Breite Gurte erhöhen meist erheblich den Komfort und erniedrigen die Verletzungsgefahr erheblich. Von Nachteil ist ein übermäßiges Schwitzen infolge eines Wärmestaus oder eine einschränkende Beweglichkeit der Gelenke und Gliedmaßen. Hier bleibt nur die Kompromisslösung durch sorgfältiges Abwägen der Vor- und Nachteile.

    Bewegungsfreiheit beim Klettern

    Komplettgurt Beim Bergsteigen steht die Bewegungsfreiheit und Beweglichkeit im Vordergrund. Das freie Hängen ist eine Seltenheit, sodass hier das Gewicht für eine ausgiebige und komfortable Polsterung getrost gespart werden kann. Jeder Klettergurt sollte auf den Kletterer eingestellt sein. Je passgenauer sich die Einstellung vornehmen lässt, desto weniger bedrohlich ist eine Einschnürung. Jede Form der Einschnürung kann die reibungslose Blutzirkulation im Gewebe und auch auf die stabile und schmerzfreie Lage des Kletterers auswirken. Das Gleichgewicht und das Bewusstsein des Kletterers können so gefährdet sein. Da bei Bewusstlosen die Spannung der Bauchmuskulatur fehlen kann, gerät das Gleichgewicht meist über Kopf. Da beim Bergsteigen ein völlig freies Hängen relativ selten ist, spielt die Polsterung keine allzu große Rolle. Geringes Gewicht und eine beste Bewegungsfreiheit stehen jedoch im Vordergrund der Betrachtung. Bei Hochtouren ist wegen des Kräfteverzehrs und der Sauerstoffsituation besonders auf die Einsparung von Gewicht zu achten. Für Klettergurte sollte heutzutage ein maximales Gewicht von 300 Gramm veranschlagt werden. Ungefähr auf der Höhe des Körperschwerpunktes befindet sich auf dem Hüftgurt meist der sogenannte Anseilpunkt. Solange die Bauchmuskulatur leicht angespannt ist, hängt man so recht komfortabel im Seil, falls notwendig. Fortgeschrittene Sportkletterer beschränken sich daher meist auf das Tragen eines Hüftgurtes. Hingegen sollten Anfänger und Ungeübte – egal ob Kinder oder Erwachsene – stets einen Komplettgurt tragen, der aus einem Hüftgurt und einem zusätzlichen Brustgurt besteht. Aufgrund der Kräfteverteilung kommt es bei Verlust des Halts zu einem Hängen in aufrechter Lage. Der Brustgurt sollte keinesfalls allein getragen werden, da ein Herausrutschen unter ungünstigen Bedingungen nicht ausgeschlossen ist. Ideal ist dagegen das Tragen des Kombigurts. Der Hüftgurt und der Beckengurt ergänzen sich in der Wirkung auf die Sicherheit optimal und sind ein Garant für die höchstmögliche Sicherheit bei allen Kletteraktivitäten.

    Komfort - Verhältnis von Einstellungsoptionen und Ausstattungsmerkmalen

    Verstellbare Klettergurte bieten die Option, Beinschlaufen in der Weite je nach Erfordernis zu verstellen, um auch einen optimalen Sitz bei unterschiedlichen oder mehreren Hosen zu ermöglichen. Die Hüftgurte besitzen meist links und rechts von der Sicherungsschlaufe zwei Schnallen, um dort die Materialschlaufen zu fixieren. Auch bei mehreren Textillagen mit erweiterter Gurteinstellung lässt sich ein sauberer Sitz der Materialschlaufen am Körper gewährleisten. Bei Hüftgurten, die nur eine Schnalle besitzen, rutschen die Materialschlaufen häufig auf einseitig nach hinten. Je nach Umfang des mitgeführten und benötigten Materials erweisen sich mehrere Materialschlaufen als vorteilhaft. Diese bieten dann meistens genug Platz für die getrennte Aufbewahrung von beispielsweise von Karabinern und Keilen. Eine beliebte Position der Materialschlaufen ist weiter vorn, da die hinteren sich gut einsehen lassen und jederzeit nutzbar sind. Um zu verhindern, dass die Expressen oder die Keile während des Kletterns am Oberschenkel aufschlagen, platzieren einige Hersteller die Materialschlaufen im hinteren Bereich. Von Nachteil hierbei ist, dass die Schlaufen nicht eingesehen werden können. Der Zugriff auf das Material geschieht so blind. Von Vorteil ist, wenn die Materialschlaufen an der Unterseite des Hüftgurts angenäht sind. Ist der Rucksack aufgesetzt, stört sonst meist die Hüftflosse. Für alpine Kletterer hat sich der sogenannte Dropseat als Ausstattungsmerkmal bewährt. Dabei lässt sich das hinten liegende, meist schmale, elastische Band der Beinschlaufenhalterung auf einfache Weise vom Hüftgurt lösen. Dringende und drängende Bedürfnisse können so ohne das vollständige Ausziehen des kompletten Gurtes erledigt werden. Schlaufen zur Befestigung von einem Chalkbag oder einem Haulseil sollten standardmäßig vorhanden sein. Für das Eisklettern sollte sich ein Behälter mit Eis-Schrauben am Gürtel befinden. Breite Hüftgurte verteilen die Last gut. Oft schneiden die dünneren Beinschlaufen beim Hängen im Gelände etwas ein. Von Nachteil ist, dass die breiten Gurte oft Hitze stauen und ein höheres Packvolumen aufweisen. Von Vorteil können laminierte Gurte sein.
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