Dachzelte

Mit dem eigenen Auto in der Natur unterwegs

Camping dreht sich heute nicht nur um Eis am Stiel und kalte Duschkabinen. Eine neue Generation hat das Camping und die damit verbundene Freiheit für sich entdeckt. Wenn auch du dich gerne einmal spontan in die Natur abseilst, dich aber vom Image eines klassischen Campers eingeschränkt fühlst, ist vielleicht ein Dachzelt genau das richtige für dich. Bei diesem Trend dreht sich alles um Flexibilität und die Freiheit, das ganze Land auf eigene Faust zu erkunden. Man kann damit nämlich das eigene Auto quasi in ein kleines Wohnmobil umfunktionieren.

Autodachzelt Softshell

Was ist eigentlich ein Dachzelt?

Wenn man es ganz platt auf den Punkt bringt, dann ist ein Dachzelt ein Zelt, das du auf das Dach deines Autos montierst. So hast du einen flexiblen Schlafplatz für eine oder mehrere Personen immer dabei und das, ohne dir einen teuren Campingbus oder ein Wohnmobil zu kaufen. Packst du jetzt noch einen Gaskocher, Campingstühle und -tisch mit in den Kofferraum, steht deinem Abenteuer in der Natur nichts mehr im Wege.

Beim Autodachzelt sorgt ein fester Boden dafür, dass du eine stabile Liegefläche hast, auf der du es dir bequem machen kannst, während das Material des Zeltes meist aus Poly-Baumwolle besteht. Hier findest du auch eine wasserabweisende Beschichtung, die dafür sorgt, dass du nachts nicht von einem Regenguss durchnässt wirst. Damit du deinen mobilen Schlafplatz auch einfach wieder unterbringen kannst, lässt sich das Dachzelt meist mit nur wenigen Handgriffen zusammenfalten.

Warum ist das Campen mit einem Dachzelt so besonders?

Alternativen zum Camping im klassischen Wohnwagen gibt es heute viele. Deshalb fragst du dich vielleicht, warum du dich für diese Variante entscheiden solltest? Der Hauptvorteil ist natürlich, dass du ein Dachzelt auf dein vorhandenes Auto montieren kannst. Und damit sparst du dir auch eine Menge an Anschaffungskosten. Was du allerdings unbedingt brauchst, sind passende Dachgepackträger, die du vorher auf deinem Auto anbringen musst. Dann kannst du das Dachzelt flexibel vor deinem nächsten Campingabenteuer auf deinem Auto installieren oder es natürlich auch das ganze Jahr über dort belassen.

Außerhalb der Campingsaison brauchst du für dein Dachzelt also nicht nennenswert Stauraum. Im Gegensatz dazu ist es oftmals schwierig, für ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen einen passenden Parkplatz zu finden, besonders, wenn du sie gerade nicht benutzt. Außerdem sorgt das geringe Gewicht dafür, dass du im Vergleich zu normalen Fahrten keinen deutlichen Mehrverbrauch an Benzin hast.

Zwischen welchen Modellen kannst du wählen?

Grundsätzlich unterscheidet man bei einem Autodachzelt zwischen zwei Modellen – Hardshell oder Softshell. Bei einem Hartschale Dachzelt, besteht die Liegefläche und auch das Dach des Zelts z.B. aus Fiberglas und nur die Wände sind aus Stoff. Diese Art an Dachzelten haben also eine rechteckige Form und bilden im ausgklappten Zustand einen Quader.

Ein Softshell Dachzelt hingegen wird aufgeklappt und ist bis auf die harte Liegefläche nur aus Stoff, der mithilfe von Stangen zu einem meist kuppelförmigen Zelt geöffnet wird. Ein Hartschalen Dachzelt ist dadurch natürlich viel wetterbeständiger und du musst dir auch bei einem Hagelschauer keine Gedanken machen. Das Softshell Dachzelt ist dagegen meist etwas kostengünstiger und bietet zum Teil auch mehr Grundfläche im Zelt.

Zudem gibt es noch eine Variante des Dachzelts mit einem zusätzlichen Vorzelt. Ein Vorzelt ist im Prinzip eine Verlängerung des Zeltes, die bis zum Boden reicht. Dadurch hast du den Vorteil, dass die Leiter, mit der du das Dach erreichst, vor Wind und Wetter geschützt ist. So vermeidest du Feuchtigkeit und glitschige Sprossen. Außerdem schaffst du so ein bisschen extra Stauraum für dein Gepäck. Das Modell ohne Vorzelt hat natürlich den Vorteil, dass es wesentlich einfacher aufzubauen ist und auch deutlich weniger Platz einnimmt. Das kann sich auf einem Parkplatz durchaus bemerkbar machen.

Urlaub mit Dachzelt

Ein Premiumexemplar eines wetterfesten, atmungsaktiven Softshell Dachzeltes bekommst du mit dem Dometic TRT120E. Es lässt sich per Fernsteuerung in weniger als einer Minute mithilfe von Elektromotoren aufrichten und auch wieder zusammenfalten. Eine fünf Zentimeter dicke Matratze aus hochdichtem Schaumstoff sorgt dafür, dass du komfortabel liegst, während du dir durch die doppellagigen Fenster mit integriertem Insektennetz die Sterne ansiehst und ein Kaltgetränk aus der Kühlbox genießt. Dometic bietet für dieses hochwertige Dachzelt zusätzlich noch ein Vordach an.

Unser Dachzeltsortiment bei CAMPZ


Wie montiere ich mein Dachzelt auf mein Auto und wie baue ich es auf?

Ein Dachzelt wiegt meist zwischen 45 und 80 Kilogramm und muss auf das Autodach, bzw. den passenden Dachgepäckträger gehoben, dort montieret und dann aufgerichtet werden. Selbst bei einem niedrigen Auto ist das ein Kraftakt, der zwei Personen benötigt, denn du musst das Zelt über deinen Kopf nach oben stemmen.

Zum Fixieren des Zelts reicht dann eine Person, passende Schrauben, Unterlegscheiben, Schellen und Werkzeug sind mitgeliefert. Sieh dir auf jeden Fall die Gebrauchsanleitung des Herstellers an und beachte die Sicherheitshinweise für das jeweilige Zelt.

Oft kommt das Zelt in einer robusten Abdeckhülle verpackt, die das Zelt während der Fahrt und bei Nichtgebrauch vor Wettereinflüssen schützt. Das Zelt wird im verpackten Zustand auf den Dachträger gehoben und fixiert und dann erst wird die Hülle entfernt. Danach kann das Zelt entfaltet und aufgerichtet werden.

Wie bereits erwähnt, entfaltet sich das Softshell Dachzelt von Dometic per Funkfernbedienung selbst. Für die Stromversorgung gibt es ein fünf Meter langes Kabel mit 12-Volt-Anschluss, mit dem du beispielsweise die Autobatterie anzapfst. Hier siehst du die Aufbau- und Gebrauchsanweisung für dieses Zelt . Sollte der Motor mal ausfallen, kannst du das Zelt auch manuell aufrichten.

Exemplarisch für die Montage und den manuellen Aufbau eines klassischen Softshell Dachzelts haben wir euch hier ein Video von unserem CAMPZ-Dachzelt verlinkt. Auch das ist ein Kinderspiel.

Aufbauanleitung des CAMPZ Softshell Dachzelt

Worauf solltest du beim Kauf und bei der Nutzung achten?

Bevor du dich für dein Lieblings-Modell entscheidest, musst du dir als allererstes über dein Auto Gedanken machen. Für Dachzelte benötigst du nämlich stabile Träger, die du auf das Dach montierst. Miss also vorher genau nach, um sicherzustellen, dass dein Auto das Gewicht und die Abmessungen der Träger auch wirklich beherbergen kann.

In der Regel gibt es für jedes Automodell den passenden Querträger mit Befestigungsmöglichkeit in Form einer Reling oder anderweitiger Fixierungspunkte. Schau bei deinem Fahrzeughersteller nach, eventuell hat er was im Programm oder du wirst bei Drittanbietern fündig.

Das Zelt liegt also nicht direkt auf dem Dach auf, sondern auf dem Dachträger und dieser ist punktuell am Autodach verankert. Die Gesamtlast wird dann in den Rahmen des Fahrzeugs abgeleitet und verteilt sich somit gut.

Zulässige Dachlast, Maximallast des Trägers und Gesamtmasse

Das Zelt liegt also nicht direkt auf dem Dach auf, sondern auf dem Dachträger und dieser ist punktuell am Autodach verankert. Die Gesamtlast wird dann in den Rahmen des Fahrzeugs abgeleitet und verteilt sich somit gut.

Um die zulässige Dachlast für dein Auto zu ermitteln, schaust du am besten im entsprechenden Handbuch oder auf der Website deines Fahrzeugherstellers nach. Meistens liegt die Dachlast zwischen 75 und 150 Kilogramm.

Sieh dir auch die zulässige Gesamtasse für dein Auto an, besonders, wenn es sich um ein kleines Modell handelt.

Dann schaust du dir die Traglast des Dachträgers an, die idealerweise im selben Bereich wie die zulässige Dachlast liegt.

Für das leere Zelt kannst du 45 – 80 Kilogramm einplanen. Zu guter Letzt kommt das Gewicht der anwesenden Personen und etwas Gepäck hinzu, was die Gesamtmasse ergibt.

Jetzt denkst du vielleicht: ein Zelt von 60 Kilogramm und zwei Personen mit insgesamt 140 Kilogramm sowie Gepäck, das sind ja über 200 Kilogramm und das ist ja viel zu schwer.

Hier kannst du glücklicherweise zwischen statischer und dynamischer Last unterscheiden. Im ersten Fall, wenn das Auto steht und die Personen oben auf dem Dach schlafen, darf die Last höher sein. Die Vorgaben für die zulässige Dachlast und die Maximallast des Dachträgers bezieht sich auf die dynamische Last, also wenn das Fahrzeug bewegt wird. Da du und die Begleitpersonen aber während der Fahrt im Auto sitzen, zählt nur die Last des Zeltes und des Trägers, zum Beispiel 80 Kilogramm, und dafür reicht die zulässige Dachlast von beispielsweise 100 Kilogramm locker aus. Natürlich solltest du darauf achten, dass das Gewicht von Zelt + Dachträger + Gepäck + Insassen zusammen kleiner ist als die zulässige Gesamtmasse deines Autos.

Weitere Kriterien

Wenn du in Erwägung ziehst, ein Dachzelt zu kaufen, solltest du einige wichtige Kriterien beachten, um sicherzustellen, dass es deinen Bedürfnissen entspricht. Daher solltest du genau überlegen, welche Anforderungen du hast, denn es gibt verschiedene Modelle von Dachzelten, die sich in Größe und Ausstattung unterscheiden.

  • Beim Dachzelt selbst überlege dir vorher, für wie viele Personen der Platz ausreichen soll. Eine Großfamilie wird man auf einem Autodach schwierig unterkriegen, aber bis zu drei Personen sind durchaus möglich, abhängig vom jeweiligen Modell.
  • Achte auf jeden Fall auf eine gute Verarbeitung und nimm lieber ein bisschen mehr Geld in die Hand. Es handelt sich schließlich um eine langfristige Investition.
  • Was die Nutzung angeht, bedenke, dass du auf dem Autodach eine größere Angriffsfläche für den Wind bietest. Daher ist es besonders wichtig, sich dementsprechend mit isolierten Schlafsäcken oder anderen Schichten zum Wärmeschutz auszustatten.

Die Geschichte hinter dem Autodachzelt

Kaum zu glauben, aber Dachzelte gibt es schon seit den 1930er Jahren. Wir erleben gerade also so etwas wie eine Renaissance. Das erste Modell konnten Interessierte 1937 im Magazin „Popular Science“ bewundern. Seit 1958 fertigt der Hersteller Autohome Dachzelte für Kraftfahrzeuge in Italien. Auch in der DDR war das Dachzelt beliebt. Seit 1976 konnten Campingfans ein simples Zelt fürs Dach für den berühmten Trabant erwerben. Heutzutage gibt es allein in Deutschland über 60 Hersteller, die Dachzelte für unterschiedliche Fahrzeugtypen anbieten.

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