Kleine Kletterer ganz groß

Für Familienspaß in der Kletterhalle

Kleine Kletterer ganz groß

Wir klettern für unser Leben gern. Kaum eine andere Sportart bietet eine derart spannende Mischung aus intensivem Ganzkörpertraining und Konzentration. Doch ist das auch etwas für Kinder? Und wie! Wer die Kleinen schon mal in einer Kletterhalle beobachtet hat, weiß genau: Es dauert nicht lange, bis der der Nachwuchs den Erwachsenen etwas vorklettert!

Die meisten Kinder sind oft motiviert bis in die Fingerspitzen und haben extrem viel Freude an der Wand. Wir geben hier einige Tipps, wie du deine Kleinen ans Seil bringst und ihnen einen Einblick in einen Sport gibst, der sie so schnell nicht mehr loslassen wird. 

Klettern wird Kindern in die Wiege gelegt.

Klettern wird Kindern praktisch in die Wiege gelegt. Schon bevor sie richtig laufen können, fangen sie an, sich an Gegenständen hochzuziehen und herumzukraxeln. Kein Wunder, denn Klettern ist eine natürliche Bewegungsform. Selbstverständlich ist nicht jedes Kind der geborene Kletterer. Doch eines ist sicher: Wenn die Kleinen auf dem Spielplatz am Klettergerüst herumtoben und im Wald auf jeden zweiten Baum klettern wollen, haben sie vermutlich auch in der Kletterhalle einen Heidenspaß.

Für Körper und Geist

Dass Klettern die Gesundheit fördert, dürfte mittlerweile weit verbreitet sein. Selbst als Rehabilitationsmaßnahme hat sich der Sport mittlerweile fest etabliert. Die Kombination aus Kraft, Ausdauer, Körperspannung, Koordination, Beweglichkeit und Körpergefühl werden in kaum einer anderen Sportart derart gut geschult.

Aber nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige Entwicklung wird gefördert. Kinder lernen, konzentriert an ihre Grenzen heranzugehen und ihre Ängste zu überwinden. Beim Sichern legt der Kletterer sein Leben in die Hände des Sichernden. So lernen Kinder mit Verantwortung umzugehen und Risiken, die sie dabei tragen, einzuschätzen. Gleichzeitig werden durch das gegenseitig geschenkte Vertrauen soziale Fähigkeiten entwickelt und geschult. Und das Allerwichtigste: Kinder haben daran jede Menge Spaß!

Junge in der Kletterhalle

Kein Kletterer? Kein Problem!

Möglichkeiten, die ganze Familie an das Klettern heranzuführen, gibt es zahlreiche. Zu entdecken gibt es nicht nur ein Hobby für die Kids, sondern neue sportliche Perspektiven für Jung und Alt. Hier eine Liste an Kursen, die sicher auch in deiner Nähe angeboten werden:

Schnupperkurse

Viele Kletter- und Boulderhallen bieten Schnupperkurse an, in denen die beiden Sportarten einfach mal ausprobiert werden können. In ca. zwei Stunden werden die Kids spielerisch an den Sport herangeführt. Ausrüstung, Trainer und Eintritt sind in der Regel im Preis enthalten.

Eltern-Kind-Kurse

Du hast noch keine Klettererfahrung, willst den Spaß aber gerne mit deinem Kind teilen? Dann sind Eltern-Kind-Kurse genau das Richtige für dich. Diese Kursart ist eine echte Win-Win-Situation, denn Eltern bekommen hier alle nötigen Sicherungstechniken beigebracht und Kinder haben sofort einen Heidenspaß an der Wand, während sie von ihren Eltern unter Anleitung gesichert werden.

Ferienkurse

Ferienkurse zielen auf eine altersgerechte Klettersport-Einführung in kleinen Gruppen ab. Der Hauptfokus liegt, je nach Alter der Kinder, auf dem Erlernen der Sicherungstechnik, dem Klettern im Toprope, Klettern im Vorstieg, Einführung in die Bewegungslehren des Kletterns und Boulderns sowie der Knoten- und Materialkunde. In der Regel werden Kleingruppen mehrere Tage lang für jeweils ca. zwei Stunden betreut.

Kinder-Klettergruppen

Für ambitionierte und talentierte Kinder gibt es spezielle Klettergruppen, die regelmäßig (meist einmal die Woche) stattfinden. In Kleingruppen werden Kinder und Jugendliche von speziell ausgebildeten Betreuern altersgerecht in Trainingsinhalten wie Ausdauer, Maximalkraft und Bewegungslehre geschult. Ziel des Trainings ist die Betreuung und Förderung der Kinder bis zum eigenständigen Klettern und Bouldern.

Vorbereitung ist alles

Alle Eltern die bereits Klettererfahrung haben, können ihr Know-how super an ihre Kids weitergeben – allerdings nicht ohne die entsprechende Vorbereitung! Gerade beim Klettern, einem nicht ganz risikofreien Sport, ist es unheimlich wichtig, Kinder langsam an die Materie heranzuführen.

Boulderhallen bzw. Boulderbereiche in Kletterhallen eignen sich super, um den Kleinen die wichtigsten Grundlagen zu erklären. Hier können sie ganz ungezwungen erste Klettererfahrungen machen. Beim Bouldern sind die Wände nicht sehr hoch, und der Boden ist gepolstert. Trotzdem ist es ratsam, dass mindestens ein Erwachsener immer ein Auge auf die Kleinsten hat und bei schwierigen Passagen unterstützend zur Seite steht.

Junge an der Kletterwand

Da das Herunterfallen und -springen zum Bouldern dazugehört, ist es sehr wichtig den Kindern mitzugeben, dass sie nicht unter anderen Boulderern spielen oder hindurch laufen. Dadurch können unnötige Unfälle vermieden werden. Achtet bei Kindern bis ins Teenageralter ebenso darauf, dass sie nicht zu hoch klettern. Häufiges Abspringen aus größeren Höhen könnte die noch im Wachstum befindlichen Knorpel und Gelenke beschädigen. In den meisten Boulderhallen sollten entsprechende Markierungen an den Wänden zu finden sein.

Auch in der Kletterhalle gilt: Langsam herantasten! Erst wenn die Kids sich sicher fühlen, sollte man mit dem eigentlichen Klettern beginnen. Besonders wichtig ist, dass Kinder niemals zu etwas gezwungen werden sollen. Es geht nicht darum, die Route zu meistern, sondern einfach darum, zu klettern und dabei Spaß zu haben. Kinder sollen sich und ihren Körper kennenlernen. Für Techniken und andere Feinheiten ist später noch genug Zeit.

Bouldern und Klettern ist sehr kraftraubend und es sollten regelmäßig Pausen eingelegt werden. Gute Hallen bieten genügend Möglichkeiten, um dann bei den Kindern keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Perfekt ausgestattet für die Wand

✔ Kletterschuhe
Kletterschuhe sind Pflicht für jede Boulder oder Kletterpartie. Sie sind sehr strapazierfähig, bieten ordentlich Grip an der Wand und ein gutes Gefühl für die Tritte. Sie sollten fest sitzen, jedoch nicht unbequem sein – das verdirbt nur den Spaß am Klettern. Die meisten der Kindermodelle verfügen über einen Klettverschluss, für leichtes An- und Ausziehen. Für den Start könnt ihr in der Regel Schuhe in der Kletterhalle ausleihen.

✔ Kletterbekleidung
Es gilt: Macht es euch bequem! Eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit ist beim Klettern enorm wichtig. Euer Nachwuchs sollte sich in der Kletterbekleidung wohlfühlen und da man beim Klettern natürlich auch ins Schwitzen kommt, sind zudem atmungsaktive Gewebe von Vorteil.

✔ Klettergurt
Der Klettergurt ist essenziell, wenn es in die Kletterhalle geht. Sie fangen den Klettermax im Falle eines Falles sicher auf. Dank einer Polsterung an Hüftgurt und Beinschlaufen ist das „Reinsetzen“ in den Gurt nicht unangenehm. Am Anfang kann man in den meisten Kletterhallen das Nötigste leihen. Mit den Ambitionen kommen die Wünsche nach besserer Ausrüstung, wie eigenen Kletterseilen oder einem eigenen Sicherungsgerät, ganz von selbst.

✔ Chalkbag
Zu guter Letzt gibt Chalk auch kleinen Kletterern den richtigen Grip. Er verhindert Feuchtigkeitsbildung an den Händen und sorgt so für sicheren Halt. Ein cooles Chalkbag sorgt dafür, dass das Magnesia stets griffbereit ist und schützt es sicher vor Feuchtigkeit. Die kleine Tasche kann praktisch am Klettergurt befestigt werden.

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